Übermässiges Schwitzen (Hyperhidrose)

Das Schwitzen wird individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen. Schwitzen wird auch nicht an allen Körperstellen gleich empfunden. Im Allgemeinen wird vermehrter Achselschweiss mit den sichtbaren Schweissrändern an Hemden und Blusen, sowie vermehrter Hand- und Fussschweiss als störend empfunden. 

Behandlungsmöglichkeiten:
Da das Problem sehr alt ist, gibt es auch viele verschiedene Möglichkeiten.

Achseln: Hier ist der Auftrag von Aluminiumhydroxid möglich, das Absaugen der Schweissdrüsen ist ein chirurgisches Verfahren. Die lokale Injektion von Botox ist eine sichere und hochwirksame Methode.

Hände /Füsse: Mittels der Iontophorese (Baden in von Gleichstrom durchflossenem Leitungswasser) kann eine gewisse Besserung erzielt werden. Auch hier stehen chirurgische Verfahren wie das Durchtrennen des Nervenstranges der für die Steuerung der Schweisssekretion verantwortlich ist = thorakoskopische Sympathektomie) zur Verfügung. Die lokale Injektion von Botox ist ebenfalls möglich.

Der Vorteil der Behandlung des Schwitzens mit BOTOX ist vor allem die leichte Durchführbarkeit, die über einige Monate anhaltende sichere Wirkung und die vollständige Reversibilität.

Behandlung der Hyperhidrose mittels Injektion von BOTOX
Vor allem bei starkem Schwitzen in den Achseln ist dies eine einfache, sichere und sehr wirksame Methode (Reduktion der Schweissmenge von 70-90%), rasch schweissfrei zu werden.
Zuerst wird durch einen einfachen Test (Minor Schweisstest) das hyperhidrotische Areal sichtbar gemacht.

Nach dem Eingrenzen des hyperhidrotischen Areals, wird das BOTOX mit sehr feinen Kanülen in die Haut injiziert. Die Achselhaut ist dabei wenig empfindlich und eine Anästhesie ist nicht nötig. Die Behandlung dauert 20-30 Minuten. Im Anschluss an die Behandlung in den Achseln sind keine weiteren Massnahmen nötig. Die winzigen Einstiche bluten kaum und es sind nicht einmal Pflaster nötig. Die Körperhygiene kann wie üblich betrieben werden.

Die Behandlung von Hand- und Fussflächen erfolgt analog. Da diese Areale aber wesentlich schmerzempfindlicher sind als die Achseln, wird vor der Behandlung eine örtliche Betäubung empfohlen.

Der Schweisstest dient auch der objektiven Therapiekontrolle. Nach einer erfolgreichen Botox-Therapie zeigt der Test keine Reaktion mehr.

Wirkung
Nach 5-7 Tagen sind die Schweissdrüsen nicht mehr erregbar und das Schwitzen hört praktisch auf. Ein kompensatorisches Schwitzen an anderen Körperstellen tritt nicht auf. Es muss auch nicht befürchtet werden, dass durch diese Behandlung die Wärmeregulation des Körpers gestört wird. Das kleine Areal der Axillen bzw. der Hand- und Fussflächen ist für die Wärmeregulation in unseren gemässigten Breitengraden vernachlässigbar.

Der Effekt der Behandlung ist individuell stark verschieden. Untersuchungen haben eine Wirkdauer von 4-19 Monaten ergeben. Wir führen diese Behandlung schon seit 11 Jahren durch. Der Grossteil der Patienten hat während 6-9 Monaten einen guten Behandlungseffekt.